"Wir sollten eine Atombombe auf den Iran werfen"
Ja, mein ehemals erster Liebling, Kewil, findet, daß das eine gute Idee ist:

und der Kommentarbereich ist auch schon außer Rand und Band, marschiert und wirft gleich mit:
Alex (5.9.06 18:45)
Wo liegt das Problem? Wieso nicht diese Waffe einsetzen?
Im Gegensatz zu feigen Selbstmordattentätern, die sich ohne Vorwarnung in die Luft sprengen und Zivilisten als Ziel auserkoren haben, könnte man so vorgehen:
1. Allerletztes politisches Ultimatum setzen, daß der Iran auf Atomwaffen und Urananreicherung verzichtet.
2. Wenn nicht eingelenkt wird: Ultimatum setzen, daß in sieben Tagen die Stadt Theran dem nuklearen Untergang ausgesetzt und vollständig zerstört werden wird.
3. Massive Propaganda mittels TV, Radio, Internet, Flugzetteln etc., in der die Bevölkerung aufgefordert wird die Hauptstadt zu verlassen, und um die Zerstörung abtzuwehren, ihren Führer und die Mullahs, zu entmachten hat.
4. Massive Vorkehrungen gegen terroristische Gegenschläge einleiten.
5. Die Mittel zur Unterstützung eines Aufstands der iranischen Zivilgesellschaft bereitstellen.
6. Politischer Schulterschuß des Westens, Europa und USA, auch gegen Rußland und China.
7. Beten
Wenn diese Maßnahme hilft, ist uns geholfen. Wenn der Konfikt sich ausweitet, so ist es ein vorgezogener Weltkrieg, der uns wenn wir nicht handeln, eher früher als später sowieso bevorsteht. Dann doch lieber den Gegener beim Aufrichten in die Eier treten...
oder:
Tuotrams (5.9.06 20:13)
@Gudrun
"Krieg gegen den Iran" würde sich auf Bombenabwerfen und wenige Kommandoeinsätze beschränken.
Der Iran droht im Kriegsfall mit internationalem Terror.
Allerdings gibt es im Iran sehr viele Ziele, wenn nötig kann man hier monatelang, in verschiedenen Eskalationsstufen, Infrastruktur für hunderte Milliarden $ zerstören. (Diese Strategie war schon gegen Serbien sehr erfolgreich).
Auch die Mullahs wollen sicher nicht das Iran im Zeitraffer zum rückständigsten Land in der Region gebombt wird.
@Frankfurter
Man kennt sowas aus vielen Schwellenländern, berechtigter Stolz auf das erreichte verwandelt sich in Grössenwahn. Man darf nicht den Fehler machen sich von den Sprüchen einschüchtern zu lassen. Oft reicht ein einziger Treffer und alles bricht zusammen!
oder:
Der Beobachter (5.9.06 21:43)
Ein paar Daisys könnten für den Anfang ja auch reichen. Der Iran würde dann einknicken. Wichtig bleibt, daß die Region rund um den Iran destabilisiert wird, ohne daß die Erdölversorgung darunter leidet. Daraus folgend könnten demokratische und prowestliche Kräfte den Bevölkerungen der Region verlockender erscheinen, als ihr Djihad gegen Christen und Juden, oder ihr Djihad gegeneinander. Manche Lektionen lernt man halt nur unter Schmerzen.
oder:
Deswegen ist das Ausloeschen von Millionen Menschen nicht per se schlecht, es kommt darauf an wen und warum.
Wenn es sich um Millionen "wir wollen alle Maertyrer sein" bruellende Islamisten handelt, die an einem Ort sind wo sich sonst fast niemand rumtreibt, ist rechtlich und moralisch nichts gegen eine Atombombe einzuwenden. Es handelt sich naemlich dann um eine grosse Ansammlung von Soldaten mit wenig Zivilisten, also um ein militaerisches Ziel.
Hier übertrifft nur noch die Dummheit die gezeigte Menschenverachtung.
Was raten die denn da?
Daisy Cutter: alles, was man über diese Monsterbombe wissen muß, ist, daß sie im Umkreis von 500m alles Leben auslöscht:

Was man der site Federation of American Scientists entnehmen kann, ist, daß sie im Vietnamkrieg, bei Desert Storm und in Afghanistan eingesetzt wurde, eine davon meines Wissens auch gegen Tora Bora, um OBL zu fangen. Ich sach' ma': ich lasse die Ergebnisse sprechen. Und was ist mit den so gepriesenen Atomsprengkörpern?
hier die Situation kurz nach einem Angriff:
Wie man sieht, sieht man nix, aber von jetzt auf gleich funktioniert, schon alleine durch die elektromagnetische Strahlung nichts mehr. "The Day After kam 1985 raus, als man endlich zu dem Schluss kam, daß der, der als erster wirft, als zweiter stirbt, und kurz darauf bekann man mit der Abrüstung. Die Sowjets kamen damals übrigens zu einem ähnlichen Schluß, es erschien ein Film mit fast gleicher Aussage zur fast gleichen Zeit auch in der UdSSR.
Um nun jetzt von dem Irrtum runterzukommen, daß es sich bei "taktischen Nukearwaffen, wovon im o.a. blog auch einige schwätzen, um etwas harmloseres handelt, hier mal einige Facts and figures:
schon eine winzige Menge (hier hatte jemand sich was in die Hosentasche gesteckt) führt zu solchen Wirkungen:

(c) IAEA
In diesem Zustand hat das Opfer noch drei Jahre überlebt.
Die Auswirkungen eines Atomsprenkörpers teilen sich in
50% der Wirkung ist Druckwirkung, was dann so aussieht:
35% der Wirkung ist dann Verbrennungswirkung, nahe am Ground Zero meistens 3. oder 4. Grades, was dann so aussieht (auf das Bild klicken führt zu weiteren Bildern:

Wie die Umgebung von Tschernobyl heute noch aussieht, kann man auf dieser hervorragenden site aus der Ukraine studieren (auf das Bild klicken):

(Erinnert sich noch jemand an den Radioaktiven Fallout über ganz Europa?)
Ach ja, ich hatte ja etwas zum Thema "taktische Nuklearwaffen" versprochen - hier erstmal eine vergleichende Betrachtung:

Vor 1985 ging der Trend hin zu immer größeren Bomben; je größer die Bombe, desto kleiner jedoch der relative Anteil der radioaktiven Strahlung. Im bis 5 kt Bereich, also im Bereich der Mini-Nukes. Mini-Nukes oder taktische Atomwaffen dienen nach meinem Verständnis dazu, ein Gebiet leichter und besser verseuchen zu können. Man bildet sich ein, die Schäden besser begrenzen zu können, was ein Trugschluss ist. Ich denke nicht- daß sich im Falle Iran - Russland damit abfinden wird, wenn evtl. Fallout auf russischem Territorium niedergeht.
Zum Vergleich: die Hiroshima-Bombe Little Boy hatte eine Sprengkraft von 13 kt (TNT-Äquivalent).
Hier übrigens zur Abrundung noch eine Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen.
Wollte ich ja nur mal bemerkt haben...

und der Kommentarbereich ist auch schon außer Rand und Band, marschiert und wirft gleich mit:
Alex (5.9.06 18:45)
Wo liegt das Problem? Wieso nicht diese Waffe einsetzen?
Im Gegensatz zu feigen Selbstmordattentätern, die sich ohne Vorwarnung in die Luft sprengen und Zivilisten als Ziel auserkoren haben, könnte man so vorgehen:
1. Allerletztes politisches Ultimatum setzen, daß der Iran auf Atomwaffen und Urananreicherung verzichtet.
2. Wenn nicht eingelenkt wird: Ultimatum setzen, daß in sieben Tagen die Stadt Theran dem nuklearen Untergang ausgesetzt und vollständig zerstört werden wird.
3. Massive Propaganda mittels TV, Radio, Internet, Flugzetteln etc., in der die Bevölkerung aufgefordert wird die Hauptstadt zu verlassen, und um die Zerstörung abtzuwehren, ihren Führer und die Mullahs, zu entmachten hat.
4. Massive Vorkehrungen gegen terroristische Gegenschläge einleiten.
5. Die Mittel zur Unterstützung eines Aufstands der iranischen Zivilgesellschaft bereitstellen.
6. Politischer Schulterschuß des Westens, Europa und USA, auch gegen Rußland und China.
7. Beten
Wenn diese Maßnahme hilft, ist uns geholfen. Wenn der Konfikt sich ausweitet, so ist es ein vorgezogener Weltkrieg, der uns wenn wir nicht handeln, eher früher als später sowieso bevorsteht. Dann doch lieber den Gegener beim Aufrichten in die Eier treten...
oder:
Tuotrams (5.9.06 20:13)
@Gudrun
"Krieg gegen den Iran" würde sich auf Bombenabwerfen und wenige Kommandoeinsätze beschränken.
Der Iran droht im Kriegsfall mit internationalem Terror.
Allerdings gibt es im Iran sehr viele Ziele, wenn nötig kann man hier monatelang, in verschiedenen Eskalationsstufen, Infrastruktur für hunderte Milliarden $ zerstören. (Diese Strategie war schon gegen Serbien sehr erfolgreich).
Auch die Mullahs wollen sicher nicht das Iran im Zeitraffer zum rückständigsten Land in der Region gebombt wird.
@Frankfurter
Man kennt sowas aus vielen Schwellenländern, berechtigter Stolz auf das erreichte verwandelt sich in Grössenwahn. Man darf nicht den Fehler machen sich von den Sprüchen einschüchtern zu lassen. Oft reicht ein einziger Treffer und alles bricht zusammen!
oder:
Der Beobachter (5.9.06 21:43)
Ein paar Daisys könnten für den Anfang ja auch reichen. Der Iran würde dann einknicken. Wichtig bleibt, daß die Region rund um den Iran destabilisiert wird, ohne daß die Erdölversorgung darunter leidet. Daraus folgend könnten demokratische und prowestliche Kräfte den Bevölkerungen der Region verlockender erscheinen, als ihr Djihad gegen Christen und Juden, oder ihr Djihad gegeneinander. Manche Lektionen lernt man halt nur unter Schmerzen.
oder:
Deswegen ist das Ausloeschen von Millionen Menschen nicht per se schlecht, es kommt darauf an wen und warum.
Wenn es sich um Millionen "wir wollen alle Maertyrer sein" bruellende Islamisten handelt, die an einem Ort sind wo sich sonst fast niemand rumtreibt, ist rechtlich und moralisch nichts gegen eine Atombombe einzuwenden. Es handelt sich naemlich dann um eine grosse Ansammlung von Soldaten mit wenig Zivilisten, also um ein militaerisches Ziel.
Hier übertrifft nur noch die Dummheit die gezeigte Menschenverachtung.
Was raten die denn da?
Daisy Cutter: alles, was man über diese Monsterbombe wissen muß, ist, daß sie im Umkreis von 500m alles Leben auslöscht:

Was man der site Federation of American Scientists entnehmen kann, ist, daß sie im Vietnamkrieg, bei Desert Storm und in Afghanistan eingesetzt wurde, eine davon meines Wissens auch gegen Tora Bora, um OBL zu fangen. Ich sach' ma': ich lasse die Ergebnisse sprechen. Und was ist mit den so gepriesenen Atomsprengkörpern?
hier die Situation kurz nach einem Angriff:
Wie man sieht, sieht man nix, aber von jetzt auf gleich funktioniert, schon alleine durch die elektromagnetische Strahlung nichts mehr. "The Day After kam 1985 raus, als man endlich zu dem Schluss kam, daß der, der als erster wirft, als zweiter stirbt, und kurz darauf bekann man mit der Abrüstung. Die Sowjets kamen damals übrigens zu einem ähnlichen Schluß, es erschien ein Film mit fast gleicher Aussage zur fast gleichen Zeit auch in der UdSSR.
Um nun jetzt von dem Irrtum runterzukommen, daß es sich bei "taktischen Nukearwaffen, wovon im o.a. blog auch einige schwätzen, um etwas harmloseres handelt, hier mal einige Facts and figures:
schon eine winzige Menge (hier hatte jemand sich was in die Hosentasche gesteckt) führt zu solchen Wirkungen:

(c) IAEA
In diesem Zustand hat das Opfer noch drei Jahre überlebt.
Die Auswirkungen eines Atomsprenkörpers teilen sich in
50% der Wirkung ist Druckwirkung, was dann so aussieht:
35% der Wirkung ist dann Verbrennungswirkung, nahe am Ground Zero meistens 3. oder 4. Grades, was dann so aussieht (auf das Bild klicken führt zu weiteren Bildern:

Wie die Umgebung von Tschernobyl heute noch aussieht, kann man auf dieser hervorragenden site aus der Ukraine studieren (auf das Bild klicken):

(Erinnert sich noch jemand an den Radioaktiven Fallout über ganz Europa?)
Ach ja, ich hatte ja etwas zum Thema "taktische Nuklearwaffen" versprochen - hier erstmal eine vergleichende Betrachtung:

Vor 1985 ging der Trend hin zu immer größeren Bomben; je größer die Bombe, desto kleiner jedoch der relative Anteil der radioaktiven Strahlung. Im bis 5 kt Bereich, also im Bereich der Mini-Nukes. Mini-Nukes oder taktische Atomwaffen dienen nach meinem Verständnis dazu, ein Gebiet leichter und besser verseuchen zu können. Man bildet sich ein, die Schäden besser begrenzen zu können, was ein Trugschluss ist. Ich denke nicht- daß sich im Falle Iran - Russland damit abfinden wird, wenn evtl. Fallout auf russischem Territorium niedergeht.
Zum Vergleich: die Hiroshima-Bombe Little Boy hatte eine Sprengkraft von 13 kt (TNT-Äquivalent).
Hier übrigens zur Abrundung noch eine Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen.
Wollte ich ja nur mal bemerkt haben...
bigberta - 9. Sep, 18:45



























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